Tier-, Umwelt & Klimaschutz

Tiere haben keine Stimme – und keine Rechte. Tiere sind vor dem deutschen Recht Sachen. Jede und jeder, die schon einmal mit einem Tier zusammengelebt hat, kann Geschichten erzählen, die belegen, dass Tiere ähnlich denken und fühlen, wie wir. Die Wissenschaft kann inzwischen belegen, dass alle systematischen Unterschiede zwischen Mensch und Tier Fehlinterpretationen sind. Tiere können denken, fühlen, trauern, Strategien entwickeln und sogar lachen. Schweine spüren, wenn sie geschlachtet werden sollen und müssen sediert werden, damit das Fleisch überhaupt genießbar ist. Es ist an der Zeit, dass wir ihnen mit Respekt begegnen und ihnen Rechte einräumen.

Die Erde braucht uns nicht – aber wir die Erde schon! Die Art wie wir wirtschaften, uns fortbewegen und uns erholen bringt die Ökosysteme zum Kollaps. Das belegen nicht nur so gut wie alle wissenschaftlichen Modellierungen, wir können es auch schon selbst spüren: Weniger Niederschlag lässt die Wasserampeln auf Rot schalten, dann wieder flutet Starkregen die Keller. Heisse Sommer werden häufiger. Bestäubende Insekten werden weniger. Ernten werden schlechter. Was nicht weniger wird, sind die Staus, trotz Rekordausgaben im Straßenbau.

Deshalb müssen wir lokal handeln:

  • Der größte Hebel für Tierrechte und für Umwelt- und Klimaschutz ist unsere Ernährung. Wir stehen für ökologische Landwirtschaft und Reduktion des Fleischkonsums. Eine (überwiegend) pflanzenbasierte Ernährung ist nicht nur besser für den Planeten und die Tiere, sie ist auch nachweislich gesünder. Deshalb setzen wir uns für ökologisch hergestellte, möglichst lokal produzierte vegetarische und vegane Ernährung an allen öffentlichen Institutionen des Kreises ein. Das schließt insbesondere auch Schulen und Kindertagesstätten ein. Wichtig ist dabei nicht nur auf ausgewogene Nährstoffbilanz sondern auch auf guten Geschmack zu achten. 
  • Jagd ist kein Tierschutz. Die invasivste Art ist der Mensch. Wir stehen für friedliches Zusammenleben. Auch mit Tieren.
  • Wir zeigen der Flächenversiegelung die rote Karte: Flächenversiegelung und Umwandlung von natürlichen Lebensräumen in Bebauung schreitet fort, als wäre die Erde nicht endlich. Damit verschwinden Naherholungsräume und unsere tägliche Lebensqualität leidet. Wir stehen für Naturschutz und Erhalt natürlicher Lebensräume auch ausserhalb ausgewiesener Schutzgebiete. Wo Bau erforderlich ist, sollen vorrangig bereits existierende versiegelte Flächen genutzt werden und effizientes Bauen soll den Vorrang erhalten. 
  • Verkehr belastet die Umwelt und unsere Gesundheit. Wir stehen für den Ausbau von Fahrradwegen sowie eines zuverlässigen, nutzer- und umweltfreundlichen öffentlichen Nahverkehrs. Stau im Keim ersticken heißt eben NICHT Straßen bauen, denn wer Straßen baut, wird Verkehr ernten. 
  • Wir wollen naturnahe Erholung ermöglichen: wer in der Nähe Erholungsmöglichkeiten hat, braucht weniger weit zu fahren. Der Taunus bietet wunderbare Natur zur Erholung. Wir setzen uns für den Erhalt der Naherholungsgebieten und für den Schutz vor Übernutzung ein. Wir setzen uns für die Schaffung von Wehren und Schwimmteichen ein, die sowohl als Wasserrückhaltebecken bei starken Regenfällen, als Wasserreservoir für Wasserknappheit und als Naherholungsgebiet nutzbar sind. In den Gemeinden sollen gemeinschaftliche Gärten und essbare Städte – auch als soziale Treffpunkte – gefördert werden.
  • Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Unsere Wasserressourcen zu schützen, vor übermäßiger Entnahme wie vor Verschmutzung, hat für uns eine hohe Priorität. Die gesetzliche Grundlage existiert, wir setzen uns für die Einhaltung der Gesetze ein. Wer unser Wasser verschmutzt, muss strafrechtlich verfolgt werden und soll die Aufarbeitungskosten tragen. Wer sich nicht an kommunale Vorgaben zum Wassersparen bei Wasserknappheit hält, dem soll das Wasser abgestellt werden.
  • Wir stehen für Energieeffizienz und die Förderung erneuerbarer Energien. Gebäude müssen energetisch saniert werden – auf umweltschonende Weise. Lokales Know-How – z.B. zu Lehmbau – gibt es hier im Hochtaunuskreis! Fossile Energieträger müssen ersetzt werden. Atomkraft ist keine Alternative, da sie weder rentabel ist noch ein Konzept zur sicheren Entsorgung von Atommüll existiert.